Tourenberichte 2026
Herbsttour - Bregenzer Wald 10.10.2026
Leider war die Wettervorhersage für die Herbsttour in den Bregenzer Wald sehr durchwachsen. Dummerweise hatte der Wetterbericht dann auch noch größtenteils recht…
Trotz der eher schlechten Wetteraussichten waren 29 Bergbegeisterte pünktlich am Bus. Nach schnellen 2,5 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Ausgangspunkt in Laterns Bad an. Dank der Flexibilität unseres Busfahrers konnten wir die Touren dem Wetter anpassen und verkürzen. Ein Teil der Gruppe machte sich von Laterns aus direkt zur Gipfelstation der Gapfohl Sesselbahn auf. Der größere Teil stieg im Regen auf den Weg durch das Garnitztal hinauf zur Alpe Saluver. Nach kurzer Beratung wanderten die Einkehrwilligen zur Falba Stuba bei der Sesselbahn. Die Wanderwütigen liefen den Umweg über den wunderschön angelegten Leseweg zur Einkehr. Ein paar besonders Unermüdliche bestiegen sogar noch den 1793m hohen Falben, der uns eine Aussicht bis zum (Wolken-)Meer bot. Aber, egal ob Seilbahn oder zu Fuß unterwegs, am kurzen oder langen Weg, alle trafen sich zur mittäglichen Einkehr in der Falba Stuba. Nach der wohlverdienten Rast wanderte die ganze Gruppe gemütlich im Regen hinunter ins Tal zum Bus.
Trotz des (schlechten) Wetters war es ein schöner Abschluss der Sommersaison 2026.
Andreas Vogl
Saaletal 19. - 20.09.2026
Eine reibungslose und (kein Witz!!) pünktliche Bahnfahrt brachte 16 Wanderbegeisterte über Würzburg und Gemünden nach Morlesau ins Tal der Fränkischen Saale.
Bei bestem Spätsommerwetter machte sich die Truppe sogleich an den Anstieg zum aussichtsreichen Sodenberg. Nach einer kurzen Stärkung ging es hinunter nach Obereschenbach und auf einem kurzweiligen Weg durch Wald und Weinberge, vorbei an einer Hochzeitsgesellschaft zur Schloss Saaleck, wo bei der Mittagspause die mitgebrachten Vorräte verzehrt wurden. Über Hammelburg und die Weinberge am Ofenthaler Berg wanderte die Gruppe weiter zum Ziel des heutigen Tages, dem Ort Elfershausen. Den Tag ließen wir bei reichhaltiger Brotzeit und einem (oder mehreren) guten Schoppen Wein im Buschenschank des Weinguts Hümmler ausklingen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück startete die Gruppe am Sonntag schon ziemlich früh hinauf zur Burg Trimburg und wieder hinab nach Euerdorf. Wunderschön ging es in der Folge wieder durch Weinberge und Magerrasen, am Ende durch Wald zum Wittelsbacher Turm. Nachdem dieser bestiegen war, hatten wir uns das Mittagessen im nebenan gelegenen Gasthaus redlich verdient. Mit zunehmender Bewölkung führte uns das letzte Stück der diesjährigen Mittelgebirgstour hinunter nach Bad Kissingen und mit der Bahn (im Regen) wieder nach Hause.
Andreas Vogl
Eistour Dachstein 01.08. - 04.08.2026
Unsere viertägige Eistour führte uns ins Dachsteinmassiv. Mit der Krippensteinbahn ging es zunächst zum Krippenstein und anschließend zu Fuß zur Simonyhütte (2203 m), unserem Stützpunkt für die nächsten Tage. Gleich am ersten Tag gab es eine kleine Überraschung: Zwei Paar Bergschuhe gingen kaputt. Dank Kabelbin-dern, Tape und der Hilfe des Hüttenwirts konnten beide Schuhe repariert werden, sodass die Tour wie geplant stattfinden konnte.
Am zweiten Tag starteten wir bereits um 4 Uhr morgens zum Gipfeltag. Die Route führte über den Hallstätter Gletscher, danach auf einem Klettersteig über die Steiner Scharte auf den Großen Gosaugletscher. Nach der Über-querung ging es via Klettersteig am Grat auf den Hohen Dachstein (2995). Bei guten Wetterbedingungen erreich-ten wir den Gipfel und kehrten nach kurzem Halt in der Seethalerhütte über den Hallstätter Gletscher nach zehn Stunden wieder zur Simonyhütte zurück.
Am dritten Tag und einer Stunde mehr Schlaf stand die Besteigung des Hohen Gjaidsteins (2794) auf dem Pro-gramm. Das Wetter war erneut gut, sodass wir die Tour bei besten Bedingungen durchführen konnten. Eine Gruppe machte die Überschreitung über den Hallstätter Gletscher und den Kleinen Gjaigstein (2734), eine andere Gruppe erreichte den Gipfel über den Normalweg von Norden. Erst nachdem wir wieder an der Hütte ange-kommen waren, zog ein Gewitter auf.
Am letzten Tag bestand die Möglichkeit, zwischen einem B- und einem C-Klettersteig am Schöberl (2426) zu wählen. Anschließend erfolgte der rund 1.800 Höhenme-ter lange Abstieg ins Tal an den Hallstätter See.
Theresa Summer
Unsere Gruppe auf dem Gjaidstein:
Frühjahrstour 20.06.2026 Hinterhornbach
Gruppe A, Bretterspitze (2608m):
Vom Wanderparkplatz Hinterhornbach ausgehend, führte uns ein schöner Steig durch Wiesen, schattigen Bergwald und Latschen hinauf ins Urbeleskar zum Kaufbeurer Haus. Nach kurzer Verschnaufpause und Ratsch mit dem Hüttenwirt stiegen wir weiter hinauf, da sich alle acht Personen einig waren, in ihrem Leben mehr Schweiß, Schutt und Schnee in den Schuhen zu benötigen. Von der Schwärzerscharte eröffnete sich ein grandioser Blick auf die Lechtaler Alpen im Süden und den Hochvogel im Norden. Vom Gipfel der Bretterspitze trennten uns nun nur noch wenige Höhenmeter. Für das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz mussten schließlich die Hände aus den Hosentaschen genommen werden. Nach der Gipfelbrotzeit ging es mit Blick auf die Wolken zurück zum Kaufbeurer Haus und anschließend in rekordverdächtigem Tempo hinunter ins Tal.
Gabi Marquardt
Gruppe B:
Wir erreichen unseren Ausgangsort schnell und sicher. Das Ziel unserer Gruppe, den Kanzberg ersteigen wir immer gut bergauf unter der bewährten Führung von Erwin. Nach der Mittagspause geht es gestärkt weiter. Über einige „nette“ Kletterstellen und noch verbliebenen Schneefeldern erreichen wir das Hornbachjoch. Bei einer Rast genießen wir nochmal das wunderbare Panorama um den Hochvogel herum. Wir verzichten auf den Anstieg zur Jochspitze, da wir noch einige Kilometer vor uns haben. Außerdem benötigt Franz einen Boxenstopp, um seine „Bereifung“ wieder zu optimieren. Jetzt geht es steil über Serpentinen und Schneefelder hinab. Landschaftlich ist es ein sehr schönes Stück unserer Runde. Nach den Jochbach-Alphütten erreicht uns von Elisabeth die Nachricht, dass alle Gasthäuser in unserer Reichweite auf guten Umsatz verzichten, da sie geschlossen sind. So müssen wir unseren Durst im Schatten am Busparkplatz stillen. Alle Gruppen kommen pünktlich zurück, so dass wir die Rückfahrt früh antreten können. Fazit: Ein wunderschöner Tag, der nur durch die fehlende Einkehr etwas gelitten hat.
Hubert Achatz
Gruppe C:
Für die gemütlichste Variante - eine Wanderung von Hinterhornbach in das Jochbachtal - haben sich 12 Männer und Frauen entschieden. Bis zu den Jochbachalmen führte der Weg oberhalb des glasklaren Baches großteils durch angenehm schattigen Wald, in dem auch diverse Orchideen blühten. Nach einer Brotzeit bei einer Almhütte wanderten wir über Almwiesen weiter in das Tal hinein, wo sich schließlich einige ein Bad in den Gumpen gönnten. Als Rückweg wählte ein Teil von uns die bequeme Aufstiegsvariante, die übrigen den beschwerlicheren Pfad auf der anderen Bachseite. Unten erwartete uns eine Überraschung: Alle drei Wirtschaften in Hinterhornbach hatten entweder (an einem Samstagnachmittag!) geschlossen oder bedienen nur noch Hausgäste. Einige von uns konnten trotzdem beim „Adler“ etwas zum Trinken erbetteln. Und für alle hatte unser Busfahrer zum Glück an diesem heißen Tag genug Getränke aller Art.
Elisabeth Walch
Alpenvereinsausflug „Winterbus Spitzingsee“ 28.02.2026
Bereich Schneeschuhwandern
Am Samstag 28.02.2026 starteten wir (das sind Herbert Schön und ich) zu zweit für eine Schneeschuhwanderung am Spitzingsee. Als Ziel einigten wir uns für eine Tour im Südwesten des Spitzingsees Richtung Stümpfling und Stolzenberg. Der Aufstieg Richtung Stümpfling ging grob entlang der Stümpflingbahn wobei wir den Skifahrern gut ausweichen konnten. Ab Roßkopfgipfel (1.580 m) waren wir dann allein auf weiter Flur. Wir setzten unsere einsame Tour Richtung Rotkopf fort wobei der Sommerweg im Winter nicht immer leicht zu finden und zu begehen war. Am Gipfel des Rotkopfes (1.602 m) angekommen entschieden wir uns, die Stolzenberg Überschreitung auszulassen, weil das Gelände zunehmend schwieriger wurde (Tiefschnee im Wald). Also wählten wir den Abstieg nach dem Rotkopf (Sommerweg) was nur mit verlässlicher Navigation möglich war (unverspurtes Gelände). Auch war der Weiterweg ohne Schneeschuhe dann nicht mehr möglich. Von Richtung Stolzenberg sahen wir starke Lawinenabgänge. Nach den Haushammer Almen war die Wegfindung zur Albert-Link-Hütte wieder einfach zu finden. Nach einer Einkehr in der empfehlenswerten Hütte erreichten wir nach 700 hm und ca. 13 km gut und rechtzeitig den Busparkplatz „Taubensteinbahn“ Wir konnten auf ein schöne Schneeschuhtour bei bestem Wetter zurückblicken.
Erwin Berchtold
Wochenende in Windischeschenbach 23. – 25. Januar 2026
Achtundzwanzig Wanderbeine
laufen hin und laufen her,
denn der Weg, der ist vereist,
und das macht’s besonders schwer.
Dieses Motto galt für unsere Tour in den Oberpfälzer Wald. Vierzehn Wanderinnen und Wanderer machten sich am Freitagmorgen auf nach Norden.
Erster Stopp war in dem kleinen Dörfchen Fuchsberg. Über verschneite Felder und durch Wälder mit viel Raureif führte der Weg hinauf zum Wildstein (744 m). Die letzten paar Meter zum Gipfelkreuz erforderten etwas Klettergeschick, aber trotz leicht vereister Felsen kamen alle wieder heil herunter die dort hinaufgeklettert waren. Dem Goldsteig folgend zogen wir dann wieder hinunter zu den Fahrzeugen, die uns dann sicher in unser Hotel „Zum weißen Schwan“ nach Windischeschenbach brachten. Nach dem Essen stärkten wir uns noch mit einigen Gläsern Zoigl-Bier für den nächsten Tag.
Ziel war das Waldnaabtal zwischen Windischeschenbach und Falkenberg. Nachdem die ursprüngliche Weglänge von ca. 25 km durch das freundliche Angebot des Wirtes, uns dort abzuholen, nahezu halbiert wurde, beschlossen alle, sich auf den Weg zu machen. Gleich am Ortsrand ging es steil und vereist ins Waldnaabtal hinunter. Daher wurden umgehend Grödel über die Schuhe gezogen, die wir auch bis kurz vor Falkenberg sehr gut brauchen konnten. Auf Fahr- und Wanderwegen (und teilweise auch weglos) gingen wir immer links und rechts der wunderschön vereisten Waldnaab durch die winterliches Traumlandschaft – ein absolutes Wanderhighlight. In Falkenberg kehrten wir in eine der typischen Zoigl-Wirtschaften ein, wo wir vom Wirt mit Essen, Trinken und flotten Sprüchen versorgt wurden. Zurück in Windischeschenbach waren wir nach dem Essen noch in der eigentlich geschlossenen Gaststube im weißen Schwan um den Kachelofen versammelt und glichen den Flüssigkeitspegel wieder aus.
Der dritte Tag führt uns rund um die Ortschaft Theisseil. Auch da waren bei einem Aufstieg auf vereistem Waldweg die Grödel von Vorteil. Nachdem der geplante Zwischenstopp in einer Pizzeria ausfiel (sie war geschlossen) stiegen wir noch zu einem Fernmeldeturm auf. Dort verzehrten wir unsere mitgebrachten Vorräte. Da das Wetter weiterhin grau und windig war, beschlossen wir zum Parkplatz zurückzukehren und kamen dadurch auch noch vor dem einsetzenden Schneefall zuhause an.
Danke an unseren Tourenwart für die Planung und Organisation dieser wunderschönen Tour.
Rupert Schmerbeck




































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