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Frauen-Sammtisch-Tour 05. - 08.08.2011
Nach der erfolgreichen ersten Frauentour 2010 fanden sich
vom 05.08. – 08.08.2011 acht Mädels (Steigerung der Teilnehmerzahl um 50%), um
ein gemeinsames Tourenwochenende zu erleben. Elisabeth und Maria, Gertrud, Rita,
Conny, Elisabeth und Regina trafen sich bei Marion auf der Otto-Schwegler-Hütte.
Geplant war am Samstag zum Prinz-Luitpold-Haus aufzusteigen, am nächsten Tag
über das Laufbacher-Eck zum Edmund-Probst-Haus zu wandern und am dritten Tag
über das Nebelhorn abzusteigen. Am Freitagabend gab es einen kurzen Hüttenabend. Bei guter
Laune, Bier, Wein und dem ein oder anderen Schnaps („Probiererle“) stellte sich
unter anderem die Frage, ob Maria beim Korrigieren der Schulaufsätze den zu
sich nehmenden Wein von der Steuer absetzen kann. Maria beendete die Diskussion
mit der Bemerkung: Erstens sei die Menge des Weines sehr gering und zweitens
von minderwertiger Qualität. Deswegen will sie das Finanzamt nicht damit
belasten. Am nächsten Tag war schönes Wetter, wir packten die Rucksäcke
in’s Auto und starteten. Auch Hüttenwirtin Marion hatte sich freigenommen um
uns zu begleiten – Helmut hielt derweil die Stellung auf der Hütte. Marion, Gertrud, Maria, Elisabeth und Rita beschlossen die
lange, 7-stündige Tour über den Schrecksee zu bewältigen. Conny, Lis und ich
wählten den direkten Aufstieg zum Prinz-Luitpold-Haus und erreichten gegen
Mittag die Hütte. Nachmittags beschlossen wir drei auf die Bockkarscharte zu
steigen und nach den Anderen Ausschau zu halten. Es dauerte nicht lange und wir
erblickten kleine schwarze Punkte, die näher kamen. Allen voran Maria, die wie
ein junges Steinböcklein über die Steine hüpfte. Ein letzter steiler Schinder
zur Scharte und die Mädels hatten es geschafft. Besondere Bewunderung wurde
Gertrud zuteil, die es so bravourös gemeistert hatte. Ein besonderer Höhepunkt
war ein wunderschönes, reinweißes Edelweiß am Weg, von dem Elisabeth noch heute
schwärmt. Nach dem Abstieg zum Prinz-Luitpold-Haus und einem guten Abendessen
gab es noch viel zu erzählen. In unserem Schlafraum, den wir für uns alleine
hatten, war es Nächtens so leise und ruhig, dass es uns schon unheimlich
anmutete: Kein Schnarchen, Rülpsen oder sonstige unangenehme Geräusche! Ach ja,
wir hatten ja keine Männer dabei! Am Samstag regnete es in Strömen und der nette Hüttenwirt
konnte uns keine Hoffnung auf Besserung machen. Wir beratschlagten kurz und
beschlossen abzusteigen und zu Marion auf die Hütte zu fahren. Es war schade,
aber wir machten das Beste daraus und ließen uns die Laune nicht verderben. Bei
starkem Regen und wahren Sturzbächen ging es hinab zum Giebelhaus. Gertruds
Rucksack löste sich in Wohlgefallen auf und war nicht mehr „tragbar“. Kurzerhand
wurde er auf zwei Skistöcke gehängt und wie eine Jagdtrophäe zum Giebelhaus
befördert. Elisabeth erzählte uns bei der Einkehr im Giebelhaus, sie hätte beim
Abstieg, als sie unter einem Zaun hindurchkroch, zwei kräftige Schläge auf den
Kopf verspürt. Sie verdächtigte ihre Schwester, die sie zur Eile antreiben
wollte. Aber Maria war nicht zu sehen und Elisabeth musste feststellen, dass es
sich wohl um einen elektrischen Zaun handelte, der ihr die Schmerzen zugefügt
hatte. Man könnte nicht meinen, dass sie aus einem Bauernhof kommt ... Zurück bei Marion auf der Hütte bestiegen wir am Montag bei starker Bewölkung und teilweise Nieselregen das Ofterschwanger-Horn. Nachdem Marion unterwegs ein kleines Steinpilzchen gefunden hatte, war das Jagdfieber bei Rita und mir geweckt. Wir drei schickten die Restlichen voraus zur Hütte um Salate zu bereiten und begannen die sehr erfolgreiche Pilze-Jagd (vor allem Steinpilze). Jeder gefundene Pilz wurde bestaunt und begutachtet. Durchs ganze Gunzesrieder Tal hörte man unsere Jubelschreie. So wurde die Frauentour mit einem schmackhaften Pilzgericht beendet. Trotz aller Widrigkeiten war es ein schönes und fröhliches Wochenende. Regina Widemann |
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