Unsere Frühjahrstour führte uns dieses Mal auf den
1.634 m hohen Brünsteingipfel – der Hausberg der Oberauer Berge am Sudelfeld. Mit 25
Bergkammeraden an Bord eines wirklich „schicken“ Reisebusses fuhren wir um ca.
6.00 Uhr in Mering los. Zunächst dachten wir noch, dass es der Wettergott gut
mit uns meinte, denn in Mering war das Wetter noch recht schön.
Über die A8 Richtung München/Salzburg fuhren wir über
Hausham, Miesbach und am Schliersee vorbei direkt zum Parkplatz am Tatzelwurm
bei Bayrischzell, von wo aus wir unsere Tour starteten. Bereits auf der
Autobahn hatte es zu regnen begonnen. Streckenweise goss es geradezu in
Strömen, je weiter wir Richtung Tatzelwurm fuhren.
Als wir nach knapp 3 Stunden Busfahrt unser Ziel
erreichten, wollte keiner so recht aus dem schönen warmen, trockenen Bus
aussteigen. Wir waren alle bis zur Oberkante gut eingepackt, um diesem nassen,
kühlen Wetter zu trotzen. Als wir dann losliefen, nieselte es zum Glück nur
noch leicht.
Aufgrund des nassen Wetters waren die Steige so gut
wie durchgeweicht und morastig, was die Rutschgefahr erheblich erhöhte. Der
Steig verlief teilweise durch den Wald und über Almenwiesen. Den Weg säumten
schöne Alpenblüher, wie zum Beispiel das Knabenkraut.
Die Sicht war natürlich miserabel, aber das konnte unserer guten
Stimmung keinen Abbruch tun – ganz im Gegenteil – der Nebel ringsherum verlieh
der Gegend etwas Mystisches, und wir freuten uns über die Bewegung an der
frischen Luft.
Als erstes Ziel erreichten wir kurz vor Mittag das
Brünsteinhaus. Hier wärmten wir uns erst einmal bei einer heißen Suppe auf,
bevor es über den kleinen Klettersteig in einer ¾ Stunde auf den
Brünsteingipfel ging. Mittlerer weile hatte der Nieselregen auch aufgehört, und
als wir schließlich den Gipfel (darauf befand sich eine Kapelle) erreichten,
blinzelte sogar die Sonne raus. Unser Luggi hatte wieder ein gutes
Fläschchen Rotwein dabei, um mit uns anzustoßen.
Der Abstieg führte über einen ebenso gesicherten
Steig hinab über die „Rosengasse“ zur Rosengassenalm. Währenddessen riss der
Wolkenvorhang immer wieder auf, der uns doch noch einen Blick auf die
umliegende Landschaft gestattete.
Gerade
rechtzeitig zur Kaffeepause erreichten wir die
Rosengassenalm. Schon am Ausschank standen Bleche mit schönem Apfel-
und
Pfirsichquarkkuchen bereit. Dies ließ uns das Wasser im Mund zusammen
laufen. Wieder frisch gestärkt stiegen wir schließlich bei Sonnenschein
zum Busparkplatz ab.